JETZT: Fahrschule Andreas Schwantge
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Berichte von Teilnehmerinnen am Kurs



1. Bericht

Wie viele Frauen bin ich seit geraumer Zeit im Besitz einer Fahrerlaubnis, jetzt Führerschein, hatte aber in den ersten Jahren nach Erwerb desselben kaum Gelegenheit zum Fahren, da wir kein eigenes Auto besaßen. Ich gewöhnte mich so nach und nach an die Rolle der Beifahrerin.

Bis auf gelegentliche Fahrten gab ich das Fahren auf und fühlte mich in der Zeit nicht mehr richtig in der Lage, ein Fahrzeug selbst zu führen.

Da ja bekanntlich nur die Praxis zu einer sicheren defensiven Fahrweise verhilft, verfiel ich schon bei der Vorstellung, ein Kraftfahrzeug selbständig eigenhändig zu steuern, in Panik. Mehrere Versuche, mit meinem Mann als Helfer, zum Wiedereinstieg in die Praxis des Autofahrens, scheiterten trotz seiner bewundernswerten Geduld und Ruhe an meiner Ängstlichkeit.

Jahrelang lebte ich nun mit der Einstellung, nie wieder ein Steuer in die eigenen Hände zu nehmen. Mein Mann, Verwandte und Freunde redeten mir gleichermaßen gut zu und meinten, ich müsse doch auch können, was so viele andere ohne scheinbar viel Mühe vollbringen. Diese gut gemeinten Anstöße trieben mich stets in eine Abwehrhaltung und somit wurde das Thema weitestgehend gemieden.

Wie oft ich mich selbst über meine Angst ärgerte kann niemand ermessen, hatte mir doch mein Fahrlehrer nach Aushändigung der Fahrerlaubnis damals zu meiner Fahrweise gratuliert und gemeint, ich sollte in der Praxis so fahren, wie während der Prüfung, dann würde ich mich als guter Verkehrsteilnehmer bewähren.

Beim Lesen der MZ fiel mir voriges Jahr zufällig ein Artikel auf, indem über Frauen berichtet wurde, die sich in ähnlicher Situation befanden und sich im Kurs "Gegen die Angst mancher Frauen beim Autofahren" das Rüstzeug zur selbstbewussten Autofahrerin holen konnten.

Ganz spontan entschied ich mich eines Tages im September 2001, während eines Einkaufsbummels, da gehst du jetzt gleich hin und hörst dir an, ob das auch für dich möglich ist und steuerte den Radeweller Weg in Halles Süden (natürlich mit der Straßenbahn) an.

Ohne Wissen meiner Familie, noch mit dem Gedanken in Hinterkopf, wenn sie es nicht wissen, blamierst du dich wenigstens nicht, falls es nicht klappt, besuchte ich mit anderen Frauen mehrere Zusammenkünfte der so genannten "Angsthasen" unter Anleitung von Frau Dr. Regina Gleichmann in den Räumen des Vereins zur beruflichen Förderung von Frauen in Sachsen-Anhalt e. V.

Gleich zum Anfang trug ich mich mutig in die Liste der begleitenden Fahrschule Dornfeld zur Absolvierung der zur Auffrischung angeratenen Fahrstunden ein und besuchte nebenbei den von der Fahrschule angebotenen Theoriekurs.

Ich begann Anfang Dezember 2001 mit den Fahrstunden und denke heute noch belustigt daran, dass ich angesichts der Verkehrssituation am Waisenhausring, dem Sitz der Fahrschule Dornfeld, überzeugt war, hier fährst du niemals alleine raus.

Dank des guten Einfühlungsvermögens des Fahrlehrers Herrn Kriedemann ( noch heute sitzt er in Gedanken neben mir und sagt: Fahren Sie doch!), der guten theoretischen Ausbildung durch Herrn Dornfeld und der psychischen Unterstützung und Vorbereitung auf mein neues Autofahrerleben geschah das für mich Unfassbare - ich fahre wieder Auto!!!!!

Heute frage ich mich oft, wieso erst jetzt und warum habe ich die ganze Zeit auf diese für mich erhebende Erfahrung verzichtet?

Aus meiner ganz persönlichen Sicht kann ich allen, denen es ähnlich ergeht nur raten, nutzen Sie die Angebote der "Angsthasen", um wieder fit für den Straßenverkehr zu werden.

Erika von Schumann



2. Bericht

Meine Geschichte als aktiver Teilnehmer im Straßenverkehr begann 1981, als ich die Fahrprüfung beim ersten Anlauf bestanden habe. Ich hatte in der Theorie und in der Praxis 0 Fehlerpunkte und war unendlich stolz auf mich.

Wir besaßen damals einen Lada und mein erster Fahrversuch endete in einer mittleren Katastrophe für mich. Mir passierte genau das, wovor sich wohl die meisten Fahranfänger in Halle fürchten: Ich lies das Auto mitten auf dem Riebeckplatz "verrecken"....juhu... ich verursachte also ein mittleres Verkehrschaos und brach total in Panik aus. Mein Mann, der neben mit saß, war mir da nicht wirklich eine Hilfe... ich bin schon von Hause aus ein sehr hektischer Mensch und mein Mann (damals noch von der weit verbreiteten Spezies "Frauen am Steuer") gab mir noch den Rest.

Meine anfängliche Euphorie schlug von einem Moment auf den anderen in panische Angst um und ich sollte mich für die nächsten 19 Jahre nicht mehr hinter ein Steuer wagen, ohne dabei Schweißausbrüche zu bekommen.

Von nun an fuhr ich immer mit der Straßenbahn oder ging zu Fuß...war ja eh viel gesünder. Es mag zwar komisch klingen, aber es war immer mein Traum Auto fahren zu können. Ich bin nämlich sozusagen, im Hinblick auf Autos, familiär vorbelastet.

Meine Eltern besaßen ein privates Fuhrunternehmen und somit war ich von Anfang an von Autos umgeben. Autos wurden selber repariert und sogar aufgebaut z. B. einen W50 (LKW). Die Faszination "Auto" wurde mir quasi in die Wiege gelegt, trotzdem hatte ich nach meinem einschlägigen Erlebnis so große Angst und ich schaffte es einfach nicht, sie zu überwinden.

In der Zwischenzeit bin ich nach Zwintschöna gezogen und war immer auf den Bus angewiesen. Erst als sich meine jüngste Tochter zur Fahrschule anmeldete, fasste ich den Mut noch einmal zu beginnen, dass war im Januar des Jahrs 2000.

Ich bekam Nachhilfestunden und ich entdeckte meine alte Leidenschaft wieder: Autofahren! Alles lief bestens und allmählich verlor ich meine Angst und gewöhnte mich langsam wieder ans Autofahren. Es hätte ewig so weitergehen können, doch eines Tages stieg der Fahrlehrer aus und sagt: "Das war´s Frau Richter, jetzt sind Sie an der Reihe." So, da saß ich nun wie ein hypnotisiertes Kaninchen in meinem kleine Lupo und hatte wieder Angst.

Denn von nun an hatte ich keine zweite Kupplung, zweite Bremse und kein zweites Augenpaar mehr, die mir in den vergangenen Monaten soviel Selbstvertrauen verliehen hatten, ich kam mir wieder total unsicher und hätte den Lupo fast nach Hause geschoben... aber eben nur fast. Ich fuhr zu Anfang immer sehr unsicher und hatte auch keinen Spaß daran, immer mit solch panischen Angstgefühlen zu fahren.

Ich hatte den Tipp von der Fahrschule bekommen, an einem so genannten "Angsthasenkurs" teilzunehmen (wobei wir wieder bei den Hasen und Kaninchen wären). Ich ging also immer regelmäßig zu diesem Kurs und -tata- jetzt habe ich den Dreh raus und es funktioniert

Die Lösung und meiner Erlösung war : Frau Dr. Gleichmann! Mit Ihrem einfühlsamen und verständnisvollen Wesen hat Sie mir Wege und Möglichkeiten aufgezeigt, die jeden Teilnehmer befähigt ein Auto ohne Angst zu fahren. Ihr psychologisches Fachwissen, verbunden mit meiner Situation, hat mein Selbstbewusstsein von Grund auf saniert und gestärkt. Da waren zum einen die Atemtechniken zum Beruhigen und zum anderen, die neue Kraft und der Mut bewirkten den Rest.

Heute fahre ich aufrecht sitzend, lässig aber konzentriert die Straßensituation beobachtend, bis jetzt unfallfrei durch die Gegend. Ich konnte sogar meinen Mann von meine Fahrkünsten überzeugen und inzwischen lässt er sich gerne von mir chauffieren!

Die Zauberformel zur Bewältigung meiner Angst lautet: "Jeder ist, was er denkt." Tja und ich bin ein zu beachtender Teilnehmer am Straßenverkehr geworden.

Sieglinde Richter



3. Bericht

In der Mitteldeutsche Zeitung las ich eine Annonce, in der der "Verein zur beruflichen Förderung der Frauen in Sachsen-Anhalt" einen Kurs "Frauen am Steuer" anbot. Das heißt, Frauen, die eine Fahrerlaubnis haben, aber nicht Auto fahren, sollten dies wieder lernen.

Ich hatte 1980 die Fahrerlaubnis erworben. Bin damals etwa 3 mal gefahren und hatte einen Unfall, an dem ich nicht schuld war. Ich bin seitdem nicht mehr gefahren.

Im vergangenen Jahr hatte ich den Wunsch, fahren zu können, da meine Mutter krank war und ich ein Auto hätte gebrauchen können. Es vergingen jedoch noch einige Monate, ehe ich den Mut hatte, beim Frauenverein anzurufen und mich nach dem nächsten Termin zu erkundigen. Im April 2002 ging ich zur Informationsveranstaltung in den Radeweller Weg 14, bei der eine Mitarbeiterin der Fahrschule Dornfeld und Frau Dr. Gleichmann uns nähere Informationen gaben.

Wichtig war für mich die Erfahrung, dass dort viele Frauen waren, denen es ähnlich ging, wie mir. Die eine Fahrerlaubnis hatten, aber aus welchen Gründen auch immer kein Auto fuhren: die Angst hatten.

Jede Frau hatte ihre eigene Geschichte in Bezug auf das Auto. Aber jede Frau hatte auch einen Grund, weshalb sie diesen Weg gehen wollte. Oft waren es berufliche oder familiäre Probleme, die sie zwangen, selbst Auto zu fahren. Wichtig war es für uns, die Angst vor dem Fahren zu überwinden. Dazu gab Frau Dr. Gleichmann durch die Gespräche in der Gruppe immer wieder gute Hinweise.

Diese Gespräche waren eine gute Begleitung und der eine Teil des Programms. Der andere Teil, und weitaus schwierigere, waren die ersten Fahrstunden bei der Fahrschule Dornfeld.

Fast alle Frauen nahmen erst noch einige theoretische Stunden in der Fahrschule, ehe die Praxis auf der Straße begann. Der Fahrschullehrer hatten eine unendliche Geduld und vor allen Dingen Ruhe und Ausgeglichenheit, die sich beim Fahren positiv auswirkte.

Frau Dr. Gleichmann hatte uns mehrfach gesagt, dass das Motiv Auto zu fahren stärker sein muss, als der Wille, wenn man am Ende zum Ziel kommen wollte.

Es ging nicht alles reibungslos.

Es gab Tage, da hätte ich am liebsten aufgegeben. Aber dann brachte ich mir mein Motiv immer wieder in Erinnerung und ich bekam neue Kraft, um weiter zu machen. Ich wollte Auto fahren und ich wollte es auch schaffen.

Die erste Fahrstunde hatte ich am 03. Juni 2002. Am 18. September 2002 bekam ich mein Auto. Es war für mich auch wichtig, einen lückenlosen Übergang von der Fahrschule zum eigen Fahrzeug zu haben. So nahm ich bis zum letzten Tag Fahrstunden.

Dann war es soweit, mein Auto abzuholen.

Mein Fahrschullehrer, Herr Dornfeld, fuhr noch eine Runde mit mir und dann musste ich das Auto ja nach Hause fahren. Ich hatte Angst, das erste Mal allein zu fahren. Aber ich musste meine Angst überwinden. Die ersten Wochen stieg ich ins Auto und sagte mir: Du schaffst es! Und ich habe es geschafft, einen Neuanfang beim Autofahren zu finden.

Gabriele Drexler



4. Bericht

Zu meiner Unfähigkeit Auto fahren zu können, ging ein Unfall auf der Autobahn (vor ca. 20 Jahren) voraus. Der Unfall ereignete sich beim Überholvorgang eines Lkw`s. Mein Fahrzeug kam ins Schleudern und ich landete mit vollbesetzten Auto im Graben der Gegenfahrbahn.

Dieser Schock saß so tief, dass ich lange Zeit selbst nicht mehr Auto fuhr.

Durch Ihre Hilfe und durch das Gespräch mit Frau Dr. Gleichmann wurde meine Angst systematisch abgebaut

Übungsstunden mit dem Fahrschulauto und Ihnen gaben mir die Sicherheit, auch auf der Autobahn zu fahren, wieder.

Das Ergebnis:

Nun fahre ich täglich Auto - auch die Fahrten auf der Autobahn kann ich bewältigen.

Danke, Sie haben mir ein Stück Lebensqualität zurückgegeben.

Viele Grüße B. Ludwig



5. Bericht

... ich habe wieder Arbeit

.Ich gehörte zu den vielen Frauen, die seit Jahren einen Führerschein in der Tasche haben und doch nur auf dem Beifahrersitz Platz nahmen. Dieser Zustand bereitete mir seit einem gewissen Zeitraum großes Unbehagen. Beruflich kam ich bisher immer erfolgreich um das Autofahren herum. Aber als es mich nun auch traf, ich meinen Arbeitsplatz verlor, war dieses Thema aktueller denn je. Wie sollte ich als Bewerberin jemandem erklären, dass ich bereits seit 15 Jahren einen Führerschein besitze und trotzdem nicht fahren kann, weil ich Angst davor habe ?

Die Lösung für mein Problem fand ich beim halleschen Verein zur beruflichen Förderung für Frauen und vor allem bei der Psychologin Frau Dr. Gleichmann.

Es gibt verschiedene Gründe, warum "Frau" sich nicht ans Lenkrad setzt. Es ist wichtig, diese Gründe herauszufinden, um erfolgreich gegensteuern zu können. Die Gesprächsrunden mit Frau Dr. Gleichmann und betroffenen Frauen sind dabei sehr hilfreich. Das anschließende Anti-Angst-Training vermittelt leicht zu erlernende Techniken zur Selbstberuhigung und zur Stärkung des Selbstbewusstseins als Grundvoraussetzungen, um die Angst überwinden zu können.

Aber all das würde nichts nützen, ohne die Arbeit der geduldigen Fahrlehrer der Fahrschule Dornfeld, die den Angsthasen mit viel Gefühl und Ruhe den Umgang mit der Kupplung, dem Gas- und Bremspedal und alles was sonst noch dazugehört, beibringen.

ich habe es mit ihrer Hilfe geschafft. Spaß hat es gemacht, auch deshalb, weil man ja keine Prüfung ablegen und die schlummernden Kenntnisse nur wieder wecken musste. Die angebotene Teilnahme an der theoretischen Ausbildung ist zu empfehlen, schon wegen der zahlreichen Neuregelungen in der Straßenverkehrsordnung.

Für mich persönlich war es ein Schritt in die Unabhängigkeit, endlich zu den Autofahrerinnen zu gehören. Letztendlich besteht auch eine Notwendigkeit, um mobil für eine neue berufliche Herausforderung zu sein, die sich inzwischen für mich eröffnet hat. Ich wünsche allen weiblichen Angsthasen aller Altersstufen Mut zur Überwindung! Es lohnt sich. Danke an alle beteiligten!

R. Vinzens


© 2000-2013 Fahrschule Andreas Schwantge D-06110 Halle / Saale · Version: 27.02.2012 13:05 Uhr